fröhliche Weihnachten auf italienisch
Ein bisschen italienische Weihnachten bringt Sonne, Wärme und Lebensfreude in unser aktuell sehr graues und tristes Wetter, jedenfalls war dies mein Gedanke als ich diese Sendung vorbereitet habe.
So oft denke ich, die italienische Lebensart tut uns einfach gut und macht vieles leichter zu ertragen, gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn man sich so sehr nach dem Licht der Sonne sehnt.
Und tatsächlich habe ich diese Sonne vor einigen Wochen noch höchst selbst genießen können, bei meiner Reise nach Sizilien.Sizilien ist seit langem ein Sehnsuchtsort für mich geworden, was unter anderem an einem ganz bestimmten Herrn liegt, Commissario Salvo Montalbano, einem von Andrea Camilleri erdachten sizilianischen Kommissar, der auf Sizilien immer wieder vor neue Rätsel gestellt wird, die er mit Intuition und Cleverness zu lösen weiß.
Das er nebenbei das Meer über alles liebt, gutem Essen zugeneigt ist und schönen Frauen nicht widerstehen kann, natürlich stets gentlemenlike, macht ihn nicht unsympathischer.
Aber meine Faszination für Italien besteht schon deutlich länger und hat wenig mit Pizza zu tun, die ich nicht als meine liebste italienische Speise bezeichnen würde, da die italienische Küche ja so viel mehr zu bieten hat.
Immer schon hat es mich interessiert, wie es wohl ist durch das Forum Romanum in der ewigen Stadt Rom herumzuspazieren und mir all diese unglaublichen Bauwerke aus der glorreichen Vergangenheit anzuschauen.
Die historischen Zusammenhänge vom Aufbau bis zum Untergang des römischen Reiches begleiteten mich durch meine komplette Schulzeit und darüber hinaus und haben offensichtlich Spuren hinterlassen.
Egal ob Colosseum, Tempel der Vesta oder Caracalla Therme, alles wollte ich mir ansehen und habe es dann auch endlich irgendwann verwirklicht.
Dabei habe ich für mich festgestellt, dass Rom mich von allen großen Städten, die ich mir an geschaut habe (von New York, Paris, London bis nach Tokyo) am nachhaltigsten beeindruckt hat.
Ein paar Eindrücke habe ich hier auf dieser Seite eingebaut.
Dennoch zog es uns nun nach Sizilien und das aus völlig anderen Gründen. Natürlich hat auch Sizilien eine jahrtausende alte Geschichte und war schon immer mit Rom verbunden, hauptsächlich als Lieferant für Nahrungsmittel, die Kornkammer Roms.
Tatsächlich wächst auf dieser größten Insel des Mittelmeeres alles, was das Herz begehrt, inzwischen sogar Kaffee. Ja, es ist eine Insel – vielfach höre ich, dass Menschen denken man könne über eine Brücke zum italienischen Festland gelangen, aber dem ist nicht so.
Doch die Insel ist insgesamt sehr vielfältig und bietet neben der intensiven Landwirtschaft auch touristische Highlights und verbindet so das Angenehme mit dem Nützlichen.
Es blühen nicht nur die Zitronen, Orangen und Oliven auf Sizilien, sondern auch Wein, Getreide, Früchte und Gemüsearten. Daneben werden hier Schafe, Ziegen und Rinder gehalten auf riesigen teils felsigen Weiden und es gibt relativ viele Städte, die sehenswert sind.
Neben Palermo und Catania natürlich auch Arigento mit erstaunlichen archäologischen Fundstätten oder Noto mit einer durchkomponierten barocken Altstadt, die einen staunen lässt. Man glaubt sich in einer Weltstsdt und liest dann, das es dort nur etwa 24.000 Einwohner gibt.
Allumfassend lässt sich feststellen, das es wieder mal nicht auf die Größe ankommt, denn wir haben hier auch in eher kleinen unbekannten Orten Großes entdeckt.
So zum Beispiel in Santa Croce Camerina und dem anhänigen Ortsteil Punta Secca. Genau hier wurden in den späten 90er Jahren die Montalbano Filme gedreht und verpasste dem Örtchen dadurch überregionale Bekanntheit. Viele Fans des Commissario pilgern regelmäßig zu seinem Haus Casa Montalbano und bescheren den Einhemischen so einen guten Umsatz an den Wochenenden. Obwohl der Autor Camilleri bewusst keinen konkreten Ort gewählt hat, für seine Krimis und vielmehr den rein fiktiven Ort Vigata erdacht hat, scheint genau hier an diesem Platz alles zu stimmen. Das Haus am Meer, die kleine Stadt direkt am Meer und das Restaurant Enzo a mare sind die wichtigsten Zutaten für das Wohlbefinden des Salvo Montalbanos. Ich fand es dort ungeheuer entspannend – außer am Wochenende – denn nach 20 Uhr war hier praktisch nichts mehr los. Ruhe, Frieden und das Plätschern der Wellen, die durchaus auch mal sehr gewaltig sein konnten, haben uns eine schöne Zeit beschert. Dazu das intensive Flöten und Pfeifen der heimischen Singvögel, das für mich wie eine ganze Komposition klang. Davon wollte ich allen Hörern etwas mitbringen, entspannte Zeit, Wärme und überaus freundliche Menschen auf der Insel, die häufig nur mit der Mafia assoziiert wird.
Natürlich gibt es die Mafia auf Sizilien, keine Frage, da kommt sie schließlich her, die Cosa Nostra, aber überall wo anderes gibt es sie auch, daher möchte ich nicht weiter darauf eingehen, abgesehen davon, dass ich anmerken möchte, das speziell die US Touristen offenbar die Godfather-Touren in Palermo und Umgebung sehr gern wahrnehmen.
Weihnachten in Italien wird natürlich sehr intensiv gefeiert und unterscheidet sich ein wenig von unseren Bräuchen.
Traditionell stellen die Italiener bereits am 08.12. den Weihnachtsbaum auf anlässlich des Tages von Marias Empfängnis, der Immacolata Concezione (unbefleckte Empfängnis), und dieser Baum, der reichlich geschmückt wird, bleibt bis zum 06 .Januar stehen.
Auch in den Städten wird geschmückt und alles wirkt sehr bunt und fröhlich mit vielen bunten Lichterbögen und Girlanden mutet es eher karnevalistisch an.
Die Krippe (il presepe) wird neben dem Baum platziert, jedoch wird das Jesuskind erst am Heiligabend hinzugefügt.Am Heiligabend selbst beginnt das Fest im Kreise der Familie in einem noch nicht so feierlichen Rahmen und man trifft sich zu einem meist fleischlosen Essen, vergleichbar mit unserer Karfreitagstradition. Um Mitternacht geht es noch mal in die Mitternachtsmesse und am 25.12. dann beginnt das eigentliche Weihnachtsfest mit viel Essen, das bei allen Familien individuell zusammengestellt wird nur zum Abschluss ist es üblich Panettone zu essen, einen auch bei uns erhältlichen Kuchen aus Hefeteig teils mit einer schokoladigen oder auch pistazienhaltigen Füllung.
Geschenke gibt es auch an diesem Tag, die bringt entweder das Christkind oder der Babbo Natale, der sich am amerikanischen Weihnachtsmann orientiert.
An diesem Abend ist es auch üblich Bingo oder Lotto zu spielen und man spielt mit der Familie um Geld.
Das Fest ist aber nicht am 26.12. vorbei, sondern erst am 06. Januar, denn dann kommt üblicherweise die Hexe Befana, die heiligen 3 Könige möglicherweise auch, aber die Hexe bringt nochmal Geschenke mit, allerdings nur für die braven Kinder, die bösen Kinder bekommen schwarze Kohle, die ist allerdings nicht wirklich aus Kohle, sondern aus Zucker und all das erinnert ein bisschen an unseren Nikolaus.Und nun lade ich alle ein mich zu begleiten auf einer kleinen Reise in das Land, wo nicht nur die Zitronen blühen. Ein persönlicher Reisebericht aus verschiedenen Begegnungen in Italien und Sizilien gewürzt mit italienischer Musik und der positiven Herzlichkeit der Italiener.
In diesem Sinne wünschen wir allen Hörern ein frohes Weihnachtsfest mit viel Sonne im Herzen
Zu hören gibt es in dieser Sendung natürlich vor allem italienische Musik und wir kommen um einige Legenden nicht herum
Adriano Celentano – Senza Amore
Peter Vox feat. Adriano Celentano – Toscana Fanboys
Jovanotti - Serenata Rap
Arisa - La Notte
Mäneskin - Zitti e Buoni
Paolo Conte- Via con me
Mäneskin - Trastevere
Ghali - Paprika
Subsonica - Coriandoli a Natale
Gianna Nannini - Silenzio
Buon Natale und einen guten Rutsch in ein hoffentlich sonniges Jahr 2025
Claudia Wolfgramm
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